Impuls

März

Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand

(Matthäus 22,37)

 

Liebe Leserinnen und Leser

Das erste und wichtigste Gebot, welches Gott uns gegeben hat, ist «Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand». (Matthäus 22,37)

Obwohl wir das alle nur zu gut wissen, scheitern wir hier am häufigsten. Unsere Liebe ist nicht genug. Warum scheint es so, als lebten wir wenig in Gemeinschaft mit Gott? Warum ist im Leben vieler Christen doch noch eine grosse Lücke die wir immer wieder mit anderen Dingen zu stopfen versuchen? Wir gehen Gott aus dem Weg, obwohl Gott allgegenwärtig und ewig ist, von ihm alles kommt und wir komplett abhängig von ihm sind. Sind wir vielleicht doch nicht so anders wie das Volk Israel? In Hosea 4,6a lesen wir nämlich «Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis». Auch in Jesaja 5,13a steht etwas Ähnliches: «Darum wandert mein Volk in die Gefangenschaft aus Mangel an Erkenntnis…».

Ist das vielleicht auch unser Problem? Spannend ist, dass das Wort Erkenntnis in den beiden Versen verbunden ist mit dem hebräischen Wort «yada». Yada heisst jemanden tief und intim zu kennen. Hier ist also nicht unbedingt von Kopfwissen die Rede, sondern ein Beziehungswissen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir für Intimität mit diesem wunderbaren und unglaublich grossen Gott geschaffen wurden! Gott hat für uns nicht mal seinen eigenen Sohn verschont, wird er uns dann noch etwas vorenthalten (Römer 8,32)?

Die Beziehung mit Gott verursacht aber Spannung. Kann es sein, dass wir manchmal versuchen diese Spannungen zu umgehen? Gott ist heilig. Das heisst, in seiner Gegenwart zu sein ist nicht bequem, weil wir mit unserer Unvollkommenheit und Sündhaftigkeit konfrontiert werden. Wir werden aber auch gleichzeitig mit einer unfassbaren Ehrfurcht und Dankbarkeit erfüllt, weil wir unverdient und trotzdem gerecht vor Gottes Thron stehen dürfen. Jesus hat uns die grösste Liebe erwiesen. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat, und weil wir nun Frieden mit Gott haben, dürfen wir ihm nah sein. Liebe ist Hingabe. Er hat alles für uns gegeben, wie können wir ihm da unsere ganze Hingabe vorenthalten? Und genau dann merken wir auch, dass wir allein für ihn erschaffen wurden. Dass Er nun in uns lebt, uns verändern möchte.

In Psalm 16,2 steht «Ich sage zum HERRN: «Du bist mein Herr, nur bei dir finde ich mein ganzes Glück»

Ist unsere Sehnsucht nach ihm genügend gross, damit alle anderen Sehnsüchte in den Schatten gestellt werden? Erkennen wir, dass wir nur bei ihm unser ganzes Glück finden?

Gott verspricht uns, dass er sich finden lassen wird, wenn wir ihn von ganzem Herzen suchen (Jeremia 29,11) und nach dieser Erkenntnis suchen wie nach Schätzen (Sprüche 2,4).

Ist es dein grösstes Ziel ihn zu erkennen? Ist es dein grösster Wunsch ihm nahe zu sein? Wir werden einmal die Ewigkeit mit Gott verbringen. Er ist unser grosser Lohn.

Also «lasst uns Ihn suchen, lasst uns trachten mit Leidenschaft nach der Erkenntnis des Herrn» (Hosea 6,3a)!

Eure Joelle Vuille