Impuls

Mai

Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft,
und meine Last ist leicht.

(Matthäus 11,29-30)

Liebe Leserinnen und Leser,
im Neuen Testament hatte jeder, der von Jesus berufen war, etwas (oder alles) hinter sich gelassen. Ein Beispiel dafür ist Simon Petrus.

Bei ihm waren es der Beruf und die Zeit mit der Familie, als er Jesus nachfolgte.
In Markus 10:17-22 lesen wir die Geschichte von einem Reichen. Er wollte sein Vermögen
nicht abgeben und konnte Jesus nicht folgen.

Ich bin sicher, dass jeder von uns auch einiges auf dem Weg gelassen hat, als der Herr
uns zum ersten Mal gerufen hat. Was mich in letzter Zeit beschäftigt, ist, dass der Herr uns jeden Tag neu beruft!

Sollten wir jeden Tag etwas zurücklassen?
Im Laufe der Jahre habe ich zwei Dinge erkannt, die uns immer begleiten: Erwartungen und Beziehungen. Wir erwarten eine bestimmte Leistung von
der Schule und von der Arbeit, wie die Familie sein sollte oder wieviel Geld wir auf dem
Konto haben sollten. Erwarten, dass die Gemeinde auf eine bestimmte Art und Weise
sein sollte.

Beziehungen brauchen viel Pflege. Manchmal braucht es sogar kein ausgesprochenes
Wort: ein Augenblick ist genug um jemand zu verletzen.
Unerfüllte Erwartungen und verletzte Beziehungen können uns jeden Tag oder lebenslang begleiten. Sie hindern uns aber, dem Herrn zu folgen.

Der Herr sagt uns: «Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.» (Matthäus 11:29-30)

Lasst die Rückkehr Jesus unsere Erwartung sein! Lasst das Kreuz unsere Beziehungen heilen!

Herzlich, Euer
Tadeu